Erster Test zur Quantifizierung der fäkalen Elastase 1 vom Hund bei Verdacht auf exokrine Pankreasinsuffizienz.
Hunde besitzen eine zur humanen pankreatischen Elastase 1 homologe pankreatische Elastase. Die canine pankreatische Elastase 1 übersteht die Darmpassage unbeschadet und kann im Faeces als Protein quantifiziert werden. Die Konzentration im Faeces des Hundes spiegelt die exokrine Pankreasfunktion wider.
Zur Verbesserung der Diagnostik der exokrinen Pankreasinsuffizienz beim Hund wurde ein speziesspezifischer Enzymimmunoassay (ELISA) entwickelt, mit dem die canine pankreatische Elastase 1 im Hundekot quantifiziert werden kann. Der ELISA-Testkit basiert auf tierartspezifischen monoklonalen Antikörpern und eignet sich zur Diagnose oder zum Ausschluß einer exokrinen Pankreasinsuffizienz, die bei Hunden im wesentlichen durch Pankreasazinusatrophie, chronische Pankreatitis oder Abflussstörungen des Pankreassaftes hervorgerufen wird.
In der Humanmedizin hat sich die Quantifizierung der pankreatischen Elastase 1 im Stuhl als nicht-invasiver Pankreasfunktionstest zur Diagnostik einer exokrinen Pankreasinsuffizienz mit einer Sensitivität und Spezifität von jeweils 93% durchgesetzt. Seine Resultate korrelieren in hohem Maße mit den Ergebnissen des in der Humanmedizin als Goldstandard angesehenen invasiven Sekretin-Pankreozymin-Tests.