ScheBo®  Elastase 1 – Hund

Nichtradioaktiver Pankreasfunktionstest für den Hund

Gewichtsverlust – Verdauungsbeschwerden beim Hund !

Ist das exokrine Pankreas beteiligt?

VeterinaerdiagnostikBei Gewichtsverlust und Verdauungsbeschwerden muss eine exokrine Pankreasinsuffizienz ausgeschlossen werden.

Diese potentielle Ursache für Malabsorption wird häufig zu spät in die Diagnostik einbezogen. Erfolgt dagegen eine frühzeitige Diagnose, kann der Hund durch die Gabe von Pankreasenzymen erfolgreich therapiert werden.

Mit dem hochempfindlichen ScheBo® Elastase 1 – Hund ELISA Test zur Bestimmung der caninen fäkalen Elastase 1 steht ein nicht-radioaktiver Test zur Verfügung, welcher die frühzeitige und zuverlässige Diagnose der exokrinen Pankreasinsuffizienz auch unter Substitutionstherapie erlaubt und der die Unterscheidung einer Pankreasinsuffizienz von intestinalen und hepatobiliären Erkrankungen des Dünndarms ermöglicht.

Indikationen/Vorteile

  • Diagnose/Ausschluss einer exokrinen Pankreasinsufizienz verursacht durch Pankreasatrophie, Pankreastumoren, chronische Pankreatitits, Spasmen, Parasiten, Steine
  • Substitutionstherapie hat keinen Einfluss auf das Testergebnis
  • Ein Fasten, wie vor der TLI-Bestimmung, ist nicht erforderlich
  • Eine Blutentnahme ist ebenfalls nicht erforderlich
  • Nicht radioaktiver Test
  • E1 ist absolut pankreasspezifisch

Erster Test zur Quantifizierung der fäkalen Elastase 1 vom Hund bei Verdacht auf exokrine Pankreasinsuffizienz.

Hunde besitzen eine zur humanen pankreatischen Elastase 1 homologe pankreatische Elastase. Die canine pankreatische Elastase 1 übersteht die Darmpassage unbeschadet und kann im Faeces als Protein quantifiziert werden. Die Konzentration im Faeces des Hundes spiegelt die exokrine Pankreasfunktion wider.

Zur Verbesserung der Diagnostik der exokrinen Pankreasinsuffizienz beim Hund wurde ein speziesspezifischer Enzymimmunoassay (ELISA) entwickelt, mit dem die canine pankreatische Elastase 1 im Hundekot quantifiziert werden kann. Der ELISA-Testkit basiert auf tierartspezifischen monoklonalen Antikörpern und eignet sich zur Diagnose oder zum Ausschluß einer exokrinen Pankreasinsuffizienz, die bei Hunden im wesentlichen durch Pankreasazinusatrophie, chronische Pankreatitis oder Abflussstörungen des Pankreassaftes hervorgerufen wird.

In der Humanmedizin hat sich die Quantifizierung der pankreatischen Elastase 1 im Stuhl als nicht-invasiver Pankreasfunktionstest zur Diagnostik einer exokrinen Pankreasinsuffizienz mit einer Sensitivität und Spezifität von jeweils 93% durchgesetzt. Seine Resultate korrelieren in hohem Maße mit den Ergebnissen des in der Humanmedizin als Goldstandard angesehenen invasiven Sekretin-Pankreozymin-Tests.

Indikation, Vorteile, Referenzkonzentration, Genauigkeit und Empfindlichkeit, Methode, Probenmaterial, Kurzanleitung

Indikation

Diagnose/Ausschluss einer exokrinen Pankreasinsuffizienz verursacht durch Pankreasatrophie, Pankreastumoren, chronische Pankreatitis, Spasmen, Parasiten, Steine.

Vorteile

Im Vergleich zu den gebräuchlichen Parametern der Pankreasfunktionsdiagnostik beim Hund bietet die quantitative Bestimmung der caninen pankreatischen Elastase 1 entscheidende Vorteile:

  • Der Test ist nicht radioaktiv. Ein Isotopenlabor ist nicht erforderlich.
  • Gegenüber der TLI-Bestimmung hat die Messung der caninen Elastase 1 den Vorteil, dass akute Schübe im Rahmen einer chronischen Pankreatitis nicht zu falsch normalen Werten führen.
  • E1 ist absolut pankreasspezifisch.
  • E1 ist darmstabil, d.h. die Konzentration der E1 im Faeces spiegelt in idealer Weise die Sekretionsleistung des Pankreas wider (Diagnose oder Ausschluß einer Pankreasinsuffizienz).
  • Eine Substitutionstherapie hat keinen Einfluß auf das Testergebnis. Die im Test verwendeten monoklonalen Antikörper erkennen tierartspezifisch ausschliesslich E1 des Hundes. Eine Kreuzreaktion mit den in Substitutionspräparaten enthaltenen Elastasen aus Schwein und Rind wurde nicht gefunden.
  • Eine besondere Vorbereitung der Patienten wie die Unterbrechung einer Substitutionstherapie bei der Chymotrypsinaktivitätsmessung oder ein 12-stündiges Fasten wie vor der TLI-Bestimmung ist nicht erforderlich.
  • Für den ELISA-Test ist ebenfalls das Quick-Prep Stuhlproben-Extraktions-System erhältlich (Artikel-Nr. 09-Quick).

Referenzkonzentration (vorläufig)

Werte größer 40 µg/g Faeces weisen auf eine normale exokrine Pankreasfunktion hin.
Werte kleiner 10 µg/g Faeces weisen auf eine schwere exokrine Pankreasinsuffizienz hin.
Werte im übergangsbereich 10 – 40 µg/g Faeces können auf eine frühe sich entwickelnde Pankreasinsuffizienz hinweisen.

Hohe Genauigkeit und Empfindlichkeit

Für eine klinisch manifeste Pankreasinsuffizienz (Cut off < 10 µg/g)

Spezifität: 92% Sensitivität: 95%

Methode

Sandwich ELISA mit 96 Kavitäten.

Probenmaterial

  • Eine erbsengroße Kotprobe genügt.
  • Wegen der hohen Stabilität der Probe ist problemloser Postversand möglich.
  • Substitutionstherapie hat keinen Einfluss auf das Testergebnis.

Kurzanleitung für den routinierten Anwender

Wichtig: Die Kurzanleitung ersetzt nicht die ausführliche und detaillierte Testanleitung!

  • Vorbereitung des Proben-/Waschpuffers und des Extraktionspuffers
  • Faeces mit Extraktionspuffer homogenisieren/extrahieren in Proben-/Waschpuffer verdünnen
  • je 50 µl Blank, Standards, positive Kontrolle und Proben als Doppelbestimmung in ELISA-Platte pipettieren
  • 60 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren
  • Waschen
  • je 50 µl anti E1-bio (1:100)
  • 30 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren
  • Waschen
  • je 50 µl POD-Streptavidin (gebrauchsfertig)
  • 30 Minuten bei Raumtemperatur im Dunkeln inkubieren
  • Waschen
  • 100 µl TMB-Substratlösung (gebrauchsfertig)
  • 20 Minuten bei Raumtemperatur im Dunkeln inkubieren
  • Zugabe von 100 µl Stopplösung (gebrauchsfertig)
  • Nach 5 – 30 Minuten Extinktionsbestimmung bei OD 450 oder OD 450 – OD 620
  • Auswertung mittels Standardkurve auf log-log-Skalierung

Der Test für die nicht-invasive Pankreasfunktionsdiagnostik ist ab sofort auch zur veterinärmedizinschen Sofortdiagnostik als Point-of-Care-Test (POCT) verfügbar.

ScheBo-Pancreas-Elastase-1-Quick-Canine

Der Test zur Bestimmung der fäkalen Elastase 1 vom Hund bei Verdacht auf exokrine Pankreasinsuffizienz


… jetzt auch als Schnelltest für Ihre Praxis

für die schnelle, zuverlässige Diagnose/Ausschluss einer exokrinen Pankreasinsuffizienz.
Exokrine Pankreasinsuffizienz als Ursache für Verdauungsbeschwerden wird häufig zu spät erkannt. Erfolgt eine frühzeitige Diagnose kann der Hund mit der Gabe von Pankreasenzymen erfolgreich therapiert werden.

ScheBo® · Pancreas Elastase 1 QuickCanine Test:

  • Diagnose/Ausschluss einer exokrinen Pankreasinsuffizienz verursacht durch z.B. chronische Pankreatitis, Diabetes Mellitus, Pankreatische Azinusatrophie (PAA), Pankreastumor etc.
  • Basierend auf monoklonalen Antikörpern, eine Substitutionstherapie hat keinen Einfluss auf das Testergebnis
  • Absolut pankreasspezifisch
  • Keine Blutentnahme
  • Kein Fasten notwendig
  • Intestinale Entzündungen haben keinen Einfluss auf das Testergebnis
  • Hohe Genauigkeit und Empfindlichkeit
Probenmaterial:
  • Kleine Stuhlprobe
  • Hohe Probenstabilität, die Probe kann problemlos bei Raumtemperatur gelagert werden

Hier stellen wir eine Literaturauswahl als Download zur Verfügung. Die komplette Literaturliste zum Thema ist unter „Literatur-Anforderung“ zu finden.

Battersby, IA.; Peters, IR.; Day, MJ.; German, AJ.; Hall, EJ. (2005)

icon_pdfEffect of intestinal inflammation on fecal Elastase concentrations in dogs, Abstract Vet Clin Pathol. 2005; 34(1): 49-51

Spillmann, T.; Wittker, A.; Teigelkamp, S.; Eim, C.; Burkhardt, E.; Eigenbrodt, E.; Sziegoleit, A. (2001)

icon_pdfAn immunoassay for canine pancreatic elastase 1 as an indicator for exocrine pancreatic insufficiency in dogs, J Vet Diagn Invest 13 (2001): 468-474

Spillmann, T.; Wiberg, M.; Teigelkamp, S.; Failing, K.; Chaudry, Y.S.; Kirsch, A.; Eifler, R.; Westermarck, E.; Eigenbrodt, E.; Sziegoleit, A. (2000)

icon_pdfCanine feacal pancreatic elastase (cE1) in dogs with clinical exocrine pancreatic insufficiency, normal dogs and dogs with chronic enteropathies, The European Journal of Comparative Gastroenterology, Vol. 5, No. 2, december 2000: 1-6

Spillmann, T.; Wiberg, M.; Teigelkamp, S.; Eigenbrodt, E.; Sziegoleit, A.; Chaudry, Y.S.; Eifler, R.; Westermarck, E. (2000)

icon_pdfFaecal Pancreatic Elastase (cE1) in Normal Dogs, Dogs with Chronic Enteritis and with Exocrine Pancreatic Insufficiency, Abstract vom Annual Congress of European Society of Veterinary Internal Medicine (ESVIM), Neuchatel, Schweiz, 14.-19. September 2000

Wiberg, M.; Westermarck, E.; Spillmann, T.; Teigelkamp, S.; Eiffler, R.; (2000)

icon_pdfDiagnostic Value of Canine Fecal Pancreatic Elastase (E1) for the Diagnosis of Subclinical Exocrine Pancreatic Insuffiency in Dogs, Abstract vom Annual Congress of European Society of Veterinary Internal Medicine (ESVIM), Neuchatel, Schweiz, 14.-19. September 2000

Spillmann, T.; Eigenbrodt, E.; Sziegoleit, A. (1998)

icon_pdfDetermination and diagnostic value of faecal pancreatic elastase in dogs, Tierärztl. Prax 26 (K): 364-368

Spillmann, T.; Eigenbrodt, E.; Sziegoleit, A. (1997)

icon_pdfFaecal Pancreatic Elastase in Dogs – Determination and Diagnostic Value, Abstract vom 7. Annual Congress of European Society of Veterinary Internal Medicine (ESVIM), Lyon, Frankreich, 11.-13. September 1997

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