Pankreatische Elastase 1™ Serumtest

Hauptindikatoren und Diagnose: 

  • Diagnose oder Ausschluss einer akuten Pankreatitis
  • Diagnose von ERCP- oder Gallenstein-induzierter Pankreatitis
  • Verlaufskontrolle einer akuten Pankreatitis

Hauptvorteile:

Pankreatische Elastase 1 Serumtest
Wegen der langen Halbwertzeit der pankreatischen Elastase 1 im Serum lassen sich Entzündungsschübe noch nach mehreren Tagen nachweisen. Lipämische Proben verfälschen das Testergebnis nicht.

Die pankreatische Elastase 1 ist absolut pankreasspezifisch. Pankreatische Elastase 1 tritt wie die übrigen Pankreasenzyme während akuter Entzündungsphasen ins Blut über, bleibt darin aber länger nachweisbar als z. B. Lipase oder Amylase, so dass ein akuter Krankheitsschub auch 3 bis 4 Tage nach Krankheitsbeginn nachweisbar ist. Entzündungsschübe lassen sich noch nach mehreren Tagen nachweisen. Pankreatische Elastase 1 ist bei Patienten mir Niereninsuffizienz im Gegensatz zu Amylase und Lipase nur leicht erhöht.

Weitere Informationen: 

Weitere Indikationen:

  • Diagnose oder Ausschluss einer akuten Pankreatitis
  • Diagnose von ERCP-induzierter Pankreatitis
  • Diagnose von Gallenstein-induzierter Pankreatitis
  • Verlaufskontrolle einer akuten Pankreatitis

Vorteile

Im Vergleich zu anderen Parametern der Pankreasdiagnostik (Amylase- und Lipaseaktivität im Serum zur Diagnose der akuten Pankreatitis und Chymotrypsinaktivität im Stuhl zur Diagnose einer exokrinen Pankreasinsuffizienz) bietet die quantitative Bestimmung der E1 entscheidende Vorteile:

  • E1 ist absolut pankreasspezifisch.
  • E1 tritt wie die übrigen Pankreasenzyme während akuter Entzündungsphasen ins Blut über, bleibt darin aber länger nachweisbar als z.B. Lipase oder Amylase, so dass ein akuter Krankheitsschub auch 3 bis 4 Tage nach Krankheitsbeginn nachweisbar ist.
  • E1 ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz im Gegensatz zu Amylase und Lipase nur leicht erhöht.

Referenzkonzentration

Werte größer 3,5 ng Elastase/ml Serum sind pathologisch.
Werte kleiner 3,5 ng Elastase/ml Serum sind normal.

Hohe Genauigkeit und Empfindlichkeit

Spezifität: 96% Sensitivität: 97%

Methode

Sandwich-ELISA mit zwei monoklonalen Antikörpern, die hochspezifisch die humane pankreatische Elastase 1 erkennen. Die Standard-Mikrotiterplatte (96 Kavitäten) besteht aus 12 Einzelstreifen mit je 8 Kavitäten. Je Platte können 41 Patientenproben in Doppelbestimmung gemessen werden.

Probenmaterial

1 ml Serum. Die Haltbarkeit der Seren beträgt 5 Tage bei 4 – 8°C und bei -20°C bis zu einem Jahr.

Kurzanleitung für den routinierten Anwender

Wichtig: Die Kurzanleitung ersetzt nicht die ausführliche und detaillierte Testanleitung!

  • Vorbereitung des Proben-/Waschpuffers
  • Seren 1:5 mit Proben-/Waschpuffer verdünnen
  • je 50 µl Blank, Standards, positive Kontrolle und Proben als Doppelbestimmung in ELISA-Platte pipettieren
  • 30 Minuten bei Raumtemperatur inkubieren
  • Waschen
  • je 50 µl anti E1-bio-POD-Streptavidin-Komplex (gebrauchsfertig, lichtempfindlich)
  • 20 Minuten bei Raumtemperatur im Dunkeln inkubieren
  • Waschen
  • 100 µl Substratlösung (gebrauchsfertig)
  • 20 Minuten bei Raumtemperatur im Dunkeln inkubieren
  • Zugabe von 100 µl Stopplösung (gebrauchsfertig)
  • Nach 5-30 Minuten Extinktionsbestimmung bei OD405 oder OD405 – OD492
  • Auswertung mittels Standardkurve auf log-log-Skalierung
Hier stellen wir eine Literaturauswahl als Download zur Verfügung. Die komplette Literaturliste zum Thema ist unter „Literatur-Anforderung“ zu finden.

Kondodimou, K.; Kolios, G.; Katsanos, K.H.; Tzambouras, N.; Seferiadis, K.; Tsianos, E.V.; Tsolas, O. (1999)
icon_pdfElastase 1 in Endoscopic Retrograde Cholangio-Pancreatography (ERCP), Balkan Journal of Clinical Laboratory 6/1999: PP 173

Peters, K.; Lerche, L.; Stange, E.F. (1998)
icon_pdfErhöhte Serum-Elastase als Risikofaktor für eine Post-ERCP-Pankreatitis, Zeitschrift für Gastroenterologie 1998, 36: 697

Fischer, B.P.; Wehler, M.; Rabenstein, P.; Ell, C.; Hahn, E.G.; Schneider, H.T. (1998)
icon_pdfElastase-1 im Serum zur Früherkennung einer akuten Pankreatitis nach ERCP – Eine Pilotstudie, Zeitschrift für Gastroenterologie 1998, 36: 69

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